Baubiologie

Baubiologie ist die ganzheitliche Lehre von den Beziehungen des Menschen zu seinen Wohnungen und deren Eingebundensein in die Lebensräume und die Umwelt. Die Betrachtungsweise, daß Gebäude - private, wie öffentliche - das Bindeglied zwischen den Nutzern und ihrer Umwelt bilden, ist so alt, wie die menschliche Kultur. Bereits in den alten Hochkulturen fand eine Auseinandersetzung mit den Faktoren der Umgebung und den vorgefunden Baustoffen statt.  

In den Schriften der Vedischen Hochkultur wird erstmals systematisch das Wissen über die und die Erfahrungen der Menschheit mit den Beziehungen zwischen der Architektur, der Ästhetik, der Schutzfunktion der Gebäude, den Umweltfaktoren und den Baustoffen zusammengetragen. Die Schriften der Vaastu-Gelehrten bildeten die Grundlage für das Bauwesen der Klassischen Antike (M. Vitruv), der arabischen Bauwissenschaft und der der Renaissance (Andrea Palladio) und finden sich in der Architektur bis zur Wende des letzten Jahrhunderts.
Später entwickelt sich in China die Lehre des Feng-Shui.

In alten Zeiten waren es vor allem praktische Gründe, nachhaltig zu bauen und sich mit der Umwelt auseinander zusetzen. In der Bedeutung, die die Nachhaltigkeit im gesunden Bauen hat, spiegeln sich in unserer Zeit vor allem die Notwendigkeit zum resourcenschonenden Umgang mit begrenzt vorhandenen Rohstoffen und der Ausnutzung der Qualitäten von nachwachsenden Rohstoffen.

Die Lehre der Baubiologie betont die richtige Auswahl von Baustoffen. Baustoffe sollten möglichst wenig Energie zur Herstellung und zur Logistik benötigen, positiv für die Bewohner, die Gebäude und die Umwelt sein. Sie müssen ungiftig und nicht krankmachend sein und eine möglichst lange "Lebensdauer" haben und wenig, nach Möglichkeit keine ,Energie zur Entsorgung benötigen.
Der Aspekt "positiv" beinhaltet auch, daß baubiolgische Produkte und Bauelemente die Gesundheit Ihrer Nutzer nicht gefährden und die Menschen in Häusern, Schulen und an Arbeitsplätzen durch ihre optischen und haptischen Eigenschaften erfreuen und ihre Psyche stärken sollen.

Die 25 Regeln der Baubiologie 

Nahezu alle Aspekte für umweltverträgliches, nachhaltiges und gesundes Bauen, Wohnen und Arbeiten sind integriert in den 25 Grundregeln der Baubiologie, welche vom Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit erstellt wurden. Von der Herstellung und Nutzung bis hin zur Entsorgung der Baustoffe und Produkte, der richtigen Planung unter Berücksichtigung der bauphysikalischen Eigenschaften, der Reduzierung möglicher, gesundheitsgefährdender Baustoffe und Umwelteinflüsse.

Die Regeln der Baubiologie des IBN

Kommentar zu diesen Regeln des Verbandes Baubiologie

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